Die Feste KW II als Zentrum der Versöhnung und Verständigung

Wer sich mit einer kaiserlichen Feste...

aus der Zeit zwischen 1870 und 1918 befasst, ist natürlich mittendrin im Sprachenstreit des Elsass und der problemreichen Geschichte zwischen Deutschland und Frankreich. Um hier ein deutliches Signal zu setzen, möchten wir die Feste Kaiser Wilhelm II zu einem Zentrum der Versöhnung und Verständigung zwischen den beiden Nationen machen.
Wie die elsässische Bevölkerung die Annexion des Elsass durch das Deutsche Reich 1871 empfunden hat, was hier im Detail abgelaufen ist, wissen in Deutschland nur ganz wenige Menschen. Dieser Teil der Geschichte gehört nicht zur deutschen Allgemeinbildung und allein die Information der deutschen Besucher über diese teilweise unselige Zeit könnte schon vieles an Misstrauen der Elsässer gegen die Deutschen abbauen. (S. Artikel: Warum die Elsässer keine Deutschen sein wollen)

Wir möchten deswegen auf der Feste ein Dokumentationszentrum mit Faksimiles von Zeitdokumenten über die Geschichte des Elsass von 1871 bis 1918 auf der Feste einrichten. Vorbild wäre die Ausstellung auf dem Hohenasperg zur deutschen Demokratiebewegung, doch wollen wir unsere Ausstellung dann nicht so vergammeln lassen wie dort.
Ein weiterer Aspekt wäre der Einfluss des deutschsprachigen Elsass auf die deutsche Demokratiebewegung von der französischen Revolution bis 1871. Wir könnten uns auch davon eine Dauerausstellung auf der Feste vorstellen, vielleicht in der Zusammenarbeit von zwei französischen und deutschen historischen Fakultäten benachbarter Universitäten. Unseres Erachtens gibt es da auch noch einiges zu erforschen, und wenn wir Sponsorengelder auftreiben könnten, würden wir gerne Promotionsstipendien für angehende Geschichtslehrer beider Länder aussetzen. Wir bieten auf der Feste die erlebte Geschichte und erhalten die neuesten Forschungsergebnisse für unsere Ausstellungen und die damit verbundenen Friedensbemühungen.

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