Die Feste KW II als Stätte des Naturschutzes
Wer im Frühjahr die Feste besucht,...
geht durch ganze Wiesen voll mit Orchideen. Alle möglichen Greifvogelarten nisten auf dem Festungsgelände und in den unzähligen Betonunterständen wohnen große Fledermausschwärme. Seltenste Pflanzen und Tiere finden hier Zuflucht.
Bis 1996 wurde das Gelände über und um die Festungsgebäude ausschließlich als Standorttruppenübungsplatz verwendet, die Gebäude selbst blieben unbenutzt, aber allen Nichtmilitärs war das Betreten verboten. Entsprechend bildeten sich an Steilhängen und in und um die leerstehenden Betonklötze wahre Refugien der Natur, da ja auch die Jagd auf dem Militärgelände entweder verboten oder nur sehr eingeschränkt möglich war.
Die Topografie war für verschiedene Pflanzen, insbesondere Orchideen ideal, ein langgestreckter Höhenzug (Molsheimer Berg und Dangolsheimer Höhe) mit magerer Humusauflage, minderwertiger Holzbewuchs, vorwiegend Kiefern und dann die Festungsgebäude auf denen zur Tarnung die vorhandene Magerbepflanzung gleich wieder aufgebracht und dann vergessen wurde.
Ein ideales Gebiet für den engagierten Naturschützer. Die beiden Fördervereine wollen dem unbedingt Rechnung tragen und vielleicht in Zusammenarbeit mit der Armee einige Schutzgebiete ausweisen. Wir würden uns gerne mit Naturschutzverbänden oder Universitäten beraten, was hier am besten zu tun ist. Allein von den über 20 Hektar Museumsgelände kann ein Teil stillgelegt und der Natur überlassen werden. Wir sind hier gegenüber allen Ratschlägen offen, man darf aber die französische Armee nicht überfordern, die weiterhin grosse Teile des Geländes für sich benötigt.